Beiträge von garcin

Contra Real „Keine Kompromisse“ 7″

Contra Real „Keine Kompromisse“ 7″

Contra Real waren mir dem Namen her schon länmger bekannt.
Aber diese 7″ ist die erste der Band, die den Weg auf meinen
Plattenteller gefunden hat. Geboten wird einfach getrickter Punk Rock
mit aggresiven politischen Texten in deutscher Sprache. Vor allen inhaltlich
überzeugt mich die Platte voll. „Retter des Abendlandes“ oder
„Produktivität und Verfügbarkeit“ greifen gute und wichtige Themen auf.
Mit „Keine Kompromisse“ gibts auch nochmal einen Song gegen Grauzone Indioten,
„Außer Kontrolle“geht gegen den Überwachungsstaat und „G20=Sachschaden“
muss man wohl auch nicht erklären. Der Text setzt vor allem auf Millitanz.
Insgesamt eine schöne Veröffentlichung. Wie schon gesagt musikalisch einfach
gehalten und ohne Schnörkel. Kann man sich zulegen, das Teil!

Les Partisans „Rallumer tous les soleils“ CD (fire and flames)

Les Partisans „Rallumer tous les soleils“ CD (fire and flames)

Um die Les Partisans rumorte es ja schon eine ganze Weile wieder. ,
Und nach einer Split 7″ mit Inciters und der Single „Le sourire aux lèvres“ auf
Casual Records ist es nun soweit: Ein komplett neues Album der
Redskin Legende aus Lyon liegt vor mir. 9 Songs sind drauf. 6 davon neu,
die andreren drei bereits von zuvor erwähnten Singles bekannt.
Das schmälert die Freude aber nicht im geringsten. Nach all den
Jahren ist es wirklich erstaunlich, das sie überhaupt nichts von ihrer
Stärke und Energie verloren haben. Einzig für den Oi!-Puristen ist das hier nix.
Zum melodischen Streetpunk ihrer Anfangstage sind die Partisanen auch
hier nicht zurückgekehrt, sondern machen durchgängig mit dem souligen
Sound weiter, mit dem sie ihrerzeit aufgehört hatten. Hätten die Redskins aus
York französisch gesungen, hätten sie sich genau so angehört! Schön auch
das die Texte im Booklet alle ins Englische übersetzt wurden.
So kann ich sagen das Les Partisans genauso klassenkämperisch
und politisch geblieben sind, wie sie es immer waren.
Damals wie heute ist die Band eine Ausnahmeerscheinung!.

T-Killas „Kicking the Pressure“ (7″) / fire and flames/Grover/Casual Records

Die T-Killas kommen aus Aschaffenburg und starteten 2003 in ihr musikalisches Leben.
Inspiriert von Bands wie The Clash, Redskins, The Specials und den Offenders.
Solche Vorbilder machen natürlich sofort symphatisch und wecken große Hoffungen.
Und diese 7″, die mich hier erreicht hat, entäuscht auch nicht.
Seite A kommt mit „young but not free“ und „liberation“ sehr politisch daher.
Angenehmerweise auch richtig gut und nicht platt oder parolenhaft.
Hier ist der Sound mehr in 2Tone Bereich angesiedelt, mit Punk/Mod Einfluss,
was den kämperischen Texten auch ganz gut steht.
Auf Seite B wirds dann ruhiger und traditioneller.
Die Texte werden etwas persönlicher. Auch hier passt einfach alles.
Speziell „sitting in the rain“ hat für mich einen ziemlichen Ohrwurmfaktor.
Feiner Tonträger, sollte man sich merken, die Band.

Oi! of the Tiger s/t (LP) /rockers

Auf die Debüt Pladde der RASH Band aus Hannover war ich ja schon im Vorfeld mächtig gespannt,
denn erste Videos auf You Tube ließen Großes vermuten. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht!
Es sind zwar nur 9 Songs auf dem Album, aber dafür gibts auch keine Lückenfüller, sondern nur Hits.
Schöner ruppiger 80er Jahre Oi!-Punk mit guten Texten Zunächst wird mit
Songs wie „RASH“ und „Bootboys“ gleich der Standpunkt klargemacht.
Gegen Faschismus und Kapitalismus und garantiert nicht unpolitisch.
Mit „No Time“ beklagt man das Leben als Teil der Arbeiterklasse und
„Sexpol“ richtet sich gegen Homophobie. Dann gehts weiter mit
„Police Stomp“ gegen Polizeigewalt , „Pervert“ ist ein Manifest gegen alles
was so als normal betrachtet wird und die
gelungene Bandhymne „Oi! Of the Tiger“ fordert nochmal „bring back politics in Oi!“!!!
Das wäre glaube ich auch ein guter Titel für das gesamte Album gewesen.
Tja und nach dem Song „Red Flag“ (der glaube ich keine Erklärung braucht),
klingt die Platte leider mit „Weekend“ auch schon aus,
wo der Sänger an einem Montagmorgen das verflossene Wochenende beklagt.
Ein Gefühl welches wir alle gut nachempfinden können, oder?
Zum Glück lässt sich so eine LP, im Gegensatz zu einem Wochenende,
sofort wieder neu starten, wenn sie am Ende ist.
Ein starkes Album an dem es nichts zu meckern gibt. Pflichtkauf!

Quartier Libre „Un peu justes…“ (fire and flames) CD

Quartier Libre „Un peu justes…“ (fire and flames) CD

Quartier Libre kommen aus Sedan in Frankreich und
treiben bereits seit 2004 ihr Unwesen.
Inhaltlich klar im SHARP und Redskin Umfeld angesiedelt.
Trotz des offbeatlastigen Startsongs machen Quartier Libre Streetpunk.
Hier und da angereichtert durch ein wenig Ska mit Orgeleinsatz,
wobei man den Song „Dance with a Skin“ vielleicht doch hätte weglassen können.
Keine Ahnung wie der live kommt aber auf der CD will er einfach nicht richtig zünden.
Insgesamt sind die Franzosen aber musikalisch stark und abwechslungfsreich,
was die CD zur Empfehlung macht, zumal hier auch die Attitüde stimmt.
10 Songs plus zwei live songs. Ein Mitschnitt aus Moscow 2010 und
und einer aus Illkirch-Graffenstaden 2011 (wo immer das liegt.)
Auch die Live Songs zünden Dank guter Aufnahmequalität sofort.