Archiv für April 2017

T-Killas „Kicking the Pressure“ (7″) / fire and flames/Grover/Casual Records

Die T-Killas kommen aus Aschaffenburg und starteten 2003 in ihr musikalisches Leben.
Inspiriert von Bands wie The Clash, Redskins, The Specials und den Offenders.
Solche Vorbilder machen natürlich sofort symphatisch und wecken große Hoffungen.
Und diese 7″, die mich hier erreicht hat, entäuscht auch nicht.
Seite A kommt mit „young but not free“ und „liberation“ sehr politisch daher.
Angenehmerweise auch richtig gut und nicht platt oder parolenhaft.
Hier ist der Sound mehr in 2Tone Bereich angesiedelt, mit Punk/Mod Einfluss,
was den kämperischen Texten auch ganz gut steht.
Auf Seite B wirds dann ruhiger und traditioneller.
Die Texte werden etwas persönlicher. Auch hier passt einfach alles.
Speziell „sitting in the rain“ hat für mich einen ziemlichen Ohrwurmfaktor.
Feiner Tonträger, sollte man sich merken, die Band.

Oi! of the Tiger s/t (LP) /rockers

Auf die Debüt Pladde der RASH Band aus Hannover war ich ja schon im Vorfeld mächtig gespannt,
denn erste Videos auf You Tube ließen Großes vermuten. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht!
Es sind zwar nur 9 Songs auf dem Album, aber dafür gibts auch keine Lückenfüller, sondern nur Hits.
Schöner ruppiger 80er Jahre Oi!-Punk mit guten Texten Zunächst wird mit
Songs wie „RASH“ und „Bootboys“ gleich der Standpunkt klargemacht.
Gegen Faschismus und Kapitalismus und garantiert nicht unpolitisch.
Mit „No Time“ beklagt man das Leben als Teil der Arbeiterklasse und
„Sexpol“ richtet sich gegen Homophobie. Dann gehts weiter mit
„Police Stomp“ gegen Polizeigewalt , „Pervert“ ist ein Manifest gegen alles
was so als normal betrachtet wird und die
gelungene Bandhymne „Oi! Of the Tiger“ fordert nochmal „bring back politics in Oi!“!!!
Das wäre glaube ich auch ein guter Titel für das gesamte Album gewesen.
Tja und nach dem Song „Red Flag“ (der glaube ich keine Erklärung braucht),
klingt die Platte leider mit „Weekend“ auch schon aus,
wo der Sänger an einem Montagmorgen das verflossene Wochenende beklagt.
Ein Gefühl welches wir alle gut nachempfinden können, oder?
Zum Glück lässt sich so eine LP, im Gegensatz zu einem Wochenende,
sofort wieder neu starten, wenn sie am Ende ist.
Ein starkes Album an dem es nichts zu meckern gibt. Pflichtkauf!