Archiv für Mai 2014

Mayday „comme une bombe“ Review

Mayday „comme une bombe“ (CD/ madbutcher, redstar 73, sabotage)

Diese CD ist eine kleine Überraschung für mich gewesen. Ein Bandname,
der mir nicht geläufig war und das Coverartwork haute mich jetzt auch
nicht aus den Socken. Mayday entpuppten sich jedoch als brachiale
Skinhead-Oi! Band aus Montreal/Kanada. Eine recht junge noch dazu.
Denn die drei Jungs und das Mädel musizieren erst seit 2012 gemeinsam.
Nachwuchs aus Montreal!
Die Szene dort brachte schon viele sehr gute Bands hervor:
Street Troopers, Prowlers, Jeunesse Apatride, Esclaves Salaries..
um nur die Wichtigsten zu nennen. So freut man sich immer
wieder ein neues musikalisches Lebenszeichen von dort zu erhalten.
Zumal sich auch Mayday nicht scheuen, politische Themen
anzusprechen und Antifaschismus hier eine Selbstverständlichkeit ist.
Folgerichtig werden im Booklet auch Grüße an SHARP und
RASH Montreal entsandt und ein
„big fuck you to all the fucking facsists, racists, homophobes,
nazis and women beaters in this world..“ mitgeschickt.
Symphatisch! Musikalisch ist das hier ruppiger Kellerpunk.
Wütend und druckvoll, der auch hin und wieder etwas rumpeln darf.
Hier ist noch Luft nach oben. Aber „Comme une Bombe“ ist auch das
erste Album dieser Band, die definitiv das Herz am richtigen Fleck
hat und zu überzeugen weiß. Gesungen wird in Französisch, Englisch
und Gitarristin Sissel steuert sogar einen spanischen Song bei.
Interessant auch zu lesen, das der Song „Ta Vie“ gemeinsam mit
Esclaves Salaries entstand, von denen ich bisher glaubte,
sie hätten sich längst aufgelöst. Allerdings ist bei Ta Vie
auch nichts von dem starken Off Beat Einschlag zu hören,
der den Esclaves Salaries – Sound kennzeichnete. Es ist ein
brachialer Oi!-Song, so ganz Mayday, wenn ich das mal
so sagen bzw. schreiben darf. Bleibt zu hoffen, das von der
symphatischen Truppe aus Montreal in Zukunft noch mehr
zu hören sein wird.

(garcin)