Archiv für April 2013

Arrested Denial „our best record so far“ CD

Arrested Denial „our best record so far“ CD

Arrested Denial aus Hamburg waren mir bisher völlig unbekannt.
Aber das muss ja bei der Vielzahl der Bands heutzutage nix heißen.
Auf jeden Fall gibts die Band schon seit 2009 und die
Bandmitglieder haben bereits zuvor schon Erfahrungen in
anderen Bands gesammelt. Was man auch merkt. Und schon
nach dem ersten Durchhören muss ich sagen,
„our best record so far“ ist ein Meisterwerk. Da kann
man den Hamburgern nur gratulieren. Zwar müsste man
stilistisch schon von einem Streetpunk Album sprechen,
aber Arrested Denial beschränken sich nicht darauf.
Musikalischer Abwechslungsreichtum paart sich mit Texten,
die mal kämpferisch und mal eher reflektierend und
nachdenklich rüberkommen. Besonders den Song D-Land will ich
hier mal hervorheben. „Mauern aus Lügen Filz und
Ignoranz, die oberen Zehntausend zelebrieren deinen
Totentanz, Klasse gegen Klasse, Arm gegen Reich,
macht die Skyline von Frankfurt dem Erdboden gleich“.
Mit solchen Lyrics singt man sich schnell in mein Herz.
Es gibt aber auch kritische Töne gegen Szene Poser ,
zur Steinewerfer-Party angereiste Vorstadt Kids,
den Zustand der Antifa usw…Ein Album zum Feiern
und zum Nachdenken – und nicht nur inhaltlich,
sondern auch musikalisch rundum gelungen. (madbutcher)

gez. garcin

The Orobians „slave to the riddim“ (LP)

The Orobians „slave to the riddim“ (LP)

So ganz neu ist die Idee ja inzwischen nicht mehr,
das Ska Bands genre-fremde Songs covern bzw. „vers-ska-en“.
Bands wie The Offenders oder Valkyrians
machten das bereits erfolgreich mit dem ein oder
anderen Punksong. (Vor allem Valkyrians!
Die Platte „Punkrocksteady“ ist einfach nur der HAMMER!!)
The Orobians, aus dem italienischen Bergamo stammend,
wandeln dieses Konzept aber nun in sofern ab, das sie sich
statt an Punk Rock, an Disco Hits der 80er Jahre zu
schaffen machen.
Dabei geraten die Italiener allerdings an Songs, die mich,
zumindest im Orginal, überhaupt nicht interessieren.
So war ich anfangs etwas skeptisch. Dennoch macht das
Ganze Spaß. Ob man diese Songs nun mag oder nicht,
man kennt sie ja zur Genüge und mit einem chilligen,
traditionellen Ska Touch sind sie dann doch recht unterhaltsam.
Dennoch reicht es nicht zur Top-Bewertung. Das liegt zum
einen daran, das mir viele Songs etwas zu nah am Orginal
sind und mit wenig neuen, eigenen Ideen umgesetzt wurden,
zum anderen kann der Orobians Sänger mit immer mit dem
Orginalgesang mithalten. Besonders fällt mir das bei „Thriller“ auf.
Wie immer man zu Michael Jackson stehen mag,
aber singen konnte der Kerl! Da kommt man schwer gegen an.
So bleibt eine Platte, die „ganz nett“ ist, aber keine Sensation.
Mein Anspieltipp wäre „don`t go“(im Orginal von Yazoo), auf der B-Seite.
Für meine Ohren der definitiv eingängigste Song der Pladde. (madbutcher)

(gez. garcin)