Archiv für Dezember 2012

Prowlers – „Hate us“ ep – Review

Prowlers – „Hate us“ ep – Review
(mad butcher)

Eine neue Pladde von den Prowlers.
7″ Vinyl ist ja sowieso immer ein Highlight. Nachdem
die Kanadier schon mit ihrer Split mit
Produzenten der Froide gut vorgelegt haben,
kommen hier 3 neue Songs daher. Wie immer als
fantastisch rauhe Oi-Hymnen, auf die sich die Prowlers
so meisterhaft verstehen. Schon der Titelsong „hate us“
appelliert erfolgreich an den Proll in uns, wird aber von
„suburban trash“ auf der B-Seite noch getoppt.
Mit „spread your bed“ ist auch eine Coverversion drauf.
(Orginal von den Versatiles). Eigentlich ja ein traditioneller
Ska Song, aber die Prowlers machen da waschechten Oi! draus.
Schön ist auch, das die Prowlers, ohne direkt eine
politische Band zu sein, doch immer darauf achten,
in punkto Konzerte und Labels nur mit guten Leuten
zusammenzuarbeiten und den Rechten und
der Grauzone keine Chance geben.

Sigi Maron & the rocksteady allstars – „es is net ollas ans“

Sigi Maron & the rocksteady allstars –
„es is net ollas ans“ Live im ORF Radiokulturhaus Wien

(CD – madbutcher)

Schon die erste Veröffentlichung des Liedermachers aus Österreich war für mich schwer verdaulich.
Musikalisch mag das noch angehen, aber die im schwer verständlichen Dialekt
vorgetragenen Texte sind mir da einfach zu verschroben, zu eigenwillig.
Dem Eröffnungssong der CD, „Panik“, kann ich zumindest inhaltlich noch was
abgewinnen und hin und wieder sehe ich den ein oder anderen Lichtblick.
Aber insgesamt ist das einfach nicht meine Suppe.

In the Streets of Hamburg #14

In the Streets of Hamburg #14
Fanzine Review

Eines der wenigen Skinhead-Fanzines klassischer Machart
ist wieder erschienen. Immer wieder ein kleiner Lichtblick.
Warum gibt es so wenig gute Skinheadfanzines?? Irgendwie
scheitern die meisten doch kläglich daran, sowas wie eine
glaubwürdige antifaschistische Haltung einzunehmen.
Keine Ahnung warum das so ist. Es gibt einfach zu viele
Vollidioten da draußen. Bei den St. Pauli Skins, die für dieses
Heft hier verantwortlich zeichnen, stimmt die Haltung jedenfalls.
Ist wieder eine gute Mischung aus Fußball und Subkultur geworden.
Fußballberichte paaren sich mit Konzertbesuchen. u.a. sind Loikaemie,
UK-Subs, Bonecrusher und The Oppressed am Start.
Nur die Gumbles in Prag sind mir ziemlich egal, das die des öfteren
Texte gemacht haben, die linksdenkende Menschen mit
Faschisten gleichsetzen. Sehr schwach! Aber egal.
Ein Asien Reisebericht ist auch noch mit drin. Einer der
ersten malaiischen Skinheads wird interviewt. Irgendwie
interessant wie die Geschichte „als Bonehead angefangen und
dann gemerkt das Skinhead doch irgendwie was anderes ist“
fast überall auf der Welt immer wieder auftaucht.
Der Meyer vom AK47 in Düsseldorf kommt auch zu Wort
und erzählt ein wenig über die Geschichte dieses Ladens.
Nachdem dort das Commi Bastard Festival vol. 2 stattgefunden hat,
freuts mich um so mehr, das da recht sympathische Statements
rüberkommen. Schönes Heft. Man braucht nur einen dicken
schwarzen Stift um die Anzeigen von Contra und
Puke Music herauszustreichen.